"Ich hab mal ChatGPT gefragt ..." - Kommunizieren wir jetzt nur noch über KI?
30. Juli 2026
Es scheint die Kommunikation der Zukunft zu sein: Person A lässt Copilot eine E-Mail formulieren und versenden. Person B bekommt die E-Mail, kopiert den Text in ChatGPT rein und lässt sich eine Antwort generieren. Die Antwort kopiert Person B wieder raus, fügt sie in eine E-Mail ein, macht sich nicht mal die Mühe, die Formatierung anzupassen (geschweige denn, den Text überhaupt zu lesen) und klickt auf Senden. Echt jetzt?
Ich habe neulich einen Post von einem Selbstständigen aus dem kreativen Bereich gelesen, der sich über Ähnliches beschwerte: Nämlich darüber, dass seine Kunden seine Konzepte und Ideen neuerdings durch ChatGPT „prüfen“ lassen, mit „Ich hab mal ChatGPT gefragt“ antworten und dann dessen Ergebnis komplett in die E-Mail reinrotzen.
Ich habe „nachts um 2“ als Bild für meine Selbstständigkeit gewählt, weil die Uhrzeit damals für mich auch für gute Kommunikation stand: Ein Abend bei Freunden, der ein bisschen zu lang geworden ist. Und ja, natürlich nehme ich noch ein Glas Wein. Weil es ja gerade so schön ist und wir uns so gut unterhalten. Offen, ehrlich, auf Augenhöhe, empathisch. Wir nehmen uns Zeit füreinander, auch wenn wir morgen mit Augenringen und Kopfschmerzen wach werden.
Und gerade drückt sehr Vieles in unserer Kommunikation aus: Ich nehme mir keine Zeit für dich.
Da ist der Typ, der schreibt „Ich hab mal ChatGPT gefragt“, doch noch der ehrlichste, oder?! Er gibt’s wenigstens zu.
Während die meisten von uns es einfach tun, ohne es anzukündigen. Die von Copilot geschriebene E-Mail wird nie als solche gekennzeichnet. Der LinkedIn-Kommentar, den eigentlich Claude geschrieben hat, wird als der eigene präsentiert. Vielleicht hast du die letzte Geburtstagsnachricht für eine Bekannte von ChatGPT formulieren lassen. Oder „Chatti“ durfte den Text für die Trauerkarte noch mal weichspülen.
Die vermeintlich perfekten Worte kann heute jeder haben und bekommen. Und ja, manchmal ist es effizient und im beruflichen Kontext auch oft hilfreich, die KI zu nutzen.
Dieser Text ist mit Unterstützung der KI entstanden. Mit Unterstützung. Nicht aus ihrer künstlichen Feder. Und das macht für mich den Unterschied. Jedes Wort, jeder Satz ist selbst formuliert und so gemeint.
Denn: „Du bist mir meine Zeit wert“, lässt sich nicht auslagern.
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Hi, ich bin Steffi

Ich begleite selbstständige Beraterinnen und Coaches dabei, ihr Marketing strategischer, passender und effektiver zu gestalten - ohne sich zu verbiegen oder ständig sichtbar sein zu müssen.
Im Kern geht es dabei immer um dasselbe: um Haltung, Sprache und eine Positionierung, die wirklich sitzt.
Wenn du Marketing nicht als Hamsterrad, sondern als bewussten Prozess verstehst, könnten wir gut zusammenpassen.










